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Angst essen Seele auf
Angst essen Seele auf ist ein Melodrama von Rainer Werner Fassbinder und gilt allgemein (sowohl in Deutschland als auch international) als einer der zentralsten, wichtigsten und besten Filme im umfangreichen Werk des Regisseurs, obwohl er in kürzester Zeit gedreht wurde, weil Fassbinder noch etwas Zeit vor seinem nächsten Großprojekt, Effi Briest (nach Theodor Fontane), hatte.
Handlung
Das Glück ist nicht immer lustig - mit diesem Satz bereitet Fassbinder die Zuschauer auf den Film vor.
Emmi Kurowski, eine verwitwete Putzfrau jenseits der 60, betritt eine orientalische Bar, teils weil es regnet, teils aus Neugier, woher die Musik stammt. Weil er nichts besseres zu tun hat und von einer Bekannten dazu aufgefordert wird, fordert Ali, ein etwa zwanzig Jahre jüngerer Marokkaner mit mäßig guten Deutschkenntnissen, Emmi zum Tanzen auf. Sie unterhalten sich, er begleitet sie nach Hause, darf sogar bei ihr übernachten. Es entstehen Gefühle zwischen beiden, und trotz beginnender feindseliger Stimmung bei Emmis Kindern, Nachbarinnen und Kolleginnen heiraten die beiden schließlich.
Doch die Widerstände wachsen: Die Nachbarinnen lästern über das ungleiche Paar, die Kolleginnen schneiden Emmi, der Lebensmittelhändler Angermeyer weigert sich, die beiden zu bedienen und Emmis Kinder sind fassungslos - ihr Sohn Bruno zerstört vor Wut sogar Emmis Fernseher. Verzweifelt ob all der Feindseligkeit bricht Emmi bei einem Restaurantbesuch, bei dem sie mit Ali von den Kellnern nicht bedient, sondern nur angegafft wird, in Tränen aus und beide beschließen, ihre Hochzeitsreise nachzuholen und danach einen neuen Anfang zu wagen.
Und in der Tat sieht nach der Rückkehr die Welt völlig anders aus. Das Paar wird anscheinend akzeptiert, wenn auch aus eigensüchtigen Gründen: Angermeyer komplimentiert Emmi wieder in seinen Laden hinein, da er auf den Umsatz, den sie bringt, doch nicht verzichten will; Emmis Kinder brauchen sie als Babysitterin; die Nachbarinnen können einen starken und vor allem belastbaren Mann im Haus gut gebrauchen und die Kolleginnen finden ein neues Opfer, über das sie sich das Maul zerreißen können, und sie stellen darüber hinaus fest, dass Ali so gar nicht dem Klischee vom schmutzigen, faulen Ausländer entspricht, das sie (und nicht nur sie) im Kopf haben.
Doch mit der scheinbaren Akzeptanz kommen die Probleme zwischen Emmi und Ali auf: Die Atmosphäre zwischen ihnen wird frostiger. Als Emmi anfängt Ali als nützliches Objekt zu behandeln anstatt als ein Mensch mit dem Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Zuwendung, geht Ali wieder häufiger in die Kneipe, in der dieser Film seinen Anfang fand, und holt sich beides von der Wirtin Barbara. Er übernachtet bei ihr und kommt irgendwann überhaupt nicht mehr nach Hause zu Emmi, bis diese ihn an seiner Arbeitsstelle aufsucht. Sie erklärt ihm, dass sie Verständnis für seine Bedürfnisse hat, dass sie ihm seine Freiheiten lassen will, aber er doch bitte zurück kommen soll - da bricht Ali zusammen: Im Krankenhaus erläutert ein Arzt, dass Ali ein Magengeschwür hat, wie so viele Gastarbeiter, die unter den schlechten Bedingungen leiden. Da Gastarbeitern aber kein Kuraufenthalt gewährt wird und sie nur operieren können, werde das Geschwür erfahrungsgemäß immer wieder kommen. Emmi weint an Alis Krankenbett.
Allgemeines
"Angst essen Seele auf" führt in Fassbinders Werk seine Adaptionen von den Douglas Sirk-Filmen weiter, wie sie zwei Jahre zuvor schon von dem Film Händler der vier Jahreszeiten eingeleitet wurden. Seine Bedeutung hat "Angst essen Seele auf" dadurch bekommen, dass er die Hollywood-Melodramatik Sirks mit der Betrachtung der deutschen Alltagsrealität verbindet. Anders wie bei vielen Filmen jener Zeit verzichtete Fassbinder auf die Kameraarbeit von Michael Ballhaus. Stattdessen setzte die photographische Ästhetik von Jürgen Jürges auf eine schnörkelose, dem Sujet angemessene Erzählweise. Die visuelle Umsetzung sollte dabei nicht von der eigentlichen Geschichte ablenken. Der Film gehört mit ca. 260.000,- DM Budget zu den günstigeren Fassbinder-Filmen. Fassbinder selber glänzte in der Rolle des unfreundlichen Film-Schwiegersohn von Brigitte Mira.
Preise
Angst essen Seele auf gewann unter anderem Kritikerpreise auf dem Filmfestival von Cannes sowie den Deutschen Filmpreis in Gold für Brigitte Mira als beste Hauptdarstellerin.
Weblinks
-
- [http://www.filmzentrale.com/rezis/angstessenseeleauf.htm Filmkritik in der filmzentrale]
Kategorie:Filmtitel
Kategorie:Deutscher Film
Rainer Werner FassbinderRainer Werner Fassbinder ( - 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) war ein deutscher Regisseur, Filmproduzent und Bühnenautor.
Leben und Werk
Der Sohn eines Arztes und einer Übersetzerin wuchs nach Scheidung seiner Eltern als Einzelkind bei seiner Mutter auf. Im Alter von 16 Jahren brach Fassbinder die Schule ab und zog zu seinem Vater nach Köln. Zusammen mit Udo Kier sammelte er erste Erfahrungen in der Kölner Schwulenszene.
Früh begann er sich für Filme zu begeistern (zu seinen Lieblingsfilmen gehörte Kalina Krasnaja von Wassili Schukschin), jedoch ging sein Wunsch, an der Filmhochschule zu studieren, nicht in Erfüllung. Nach einer zweijährigen privaten Schauspielausbildung versuchte er erfolglos in München die staatliche Schauspielprüfung abzulegen. Zwischen 1965 und 1967 produzierte Fassbinders Partner Christoph Roser dessen erste Kurzfilme "Der Stadtstreicher" und "Das Kleine Chaos". 1967 wurde Fassbinder als Regisseur und Ensemblemitglied beim "action-theater" aufgenommen. Er arbeitete auch mit diversen freien Theatergruppen zusammen. Daraus ging sein "Antiteater" hervor. Für diese Gruppe (auch Hanna Schygulla, spätere Protagonistin seiner erfolgreichsten Filme, war Mitglied dieser Theatergruppe) schrieb er in den Jahren 1968 bis 1971 die meisten seiner Theaterstücke.
Beeinflusst von Jean-Luc Godard und den US-amerikanischen Kriminalfilmen von John Huston, Raoul Walsh oder Howard Hawks, aber vor allem von den Melodramen von Douglas Sirk, begann er mit seiner Gruppe die ersten Filmprojekte zu realisieren. So entstanden der eigentümliche Krimi Liebe ist kälter als der Tod (1969) und im gleichen Jahr Katzelmacher. Er verquickte die Arbeit des Theaters konsequent mit der des Filmemachens. So entstanden zwischen 1969 und 1971 nicht nur zahlreiche Theaterstücke, sondern auch in sehr kurzer Zeit produzierte alternative Filme.
Fassbinder umgab sich stets mit einer von ihm als Clan bezeichneten Gruppe - in der er Mary genannt wurde - die ihm als Familienersatz und Blitzableiter für Aggressionen diente. In diese Gruppe integrierte er auch seine männlichen Partner. Von 1970 bis 1972 war Fassbinder mit der Schauspielerin und Sängerin Ingrid Caven verheiratet, für die er auch einige Chanson-Texte schrieb (z.B. Alles aus Leder, Freitag im Hotel, Nietzsche, Die Straßen stinken). Daneben hatte er eine Beziehung zu dem zweifachen Vater El Hedi ben Salem M'Barek Mohaed Mustafa.
Die Jahre 1971-1974 stellen mit Filmen wie "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1971,) "Angst essen Seele auf" (1973), dem Schwulen-Drama "Faustrecht der Freiheit" (1974), mit Theaterregie in Bochum und Frankfurt und dem Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod" (1974) den Höhepunkt seines Schaffens dar. Letztgenanntes Stück war dabei in den 70er und 80er Jahren Anlass für konservative Kritiker (Joachim Fest, Ignatz Bubis), Fassbinder des Antisemitismus zu beschuldigen. Die bekannte, links-emanzipatorische Grundhaltung des Autors belegen die Absurdheit dieses Vorwurfs. Seit 1972 begann er seine Filmsprache konsequent weiter zu entwickeln und die Filme wurden größer und professioneller. Als Teilnehmer der Berlinale wurde er in den folgenden Jahren zwar von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, jedoch von der jeweiligen Jury ignoriert. Erst mit seinem vorletzten Film Die Sehnsucht der Veronika Voss gewann er den Goldenen Bären. Neben seiner Filmarbeit engagierte sich Fassbinder auch im Theater. In den Jahren 1972 und 1973 inszenierte er am Schauspielhaus in Bochum. Daran schloss sich eine zweijährige Periode im Frankfurter Theater am Turm (TAT) an.
Fassbinder schuf in den 1970er Jahren einige der faszinierendsten Frauencharaktere der Nachkriegsfilmgeschichte: Maria Braun und Lili Marleen, jeweils gespielt von Hanna Schygulla oder Lola, gespielt von Barbara Sukowa bleiben unvergesslich.
Fernsehgeschichte schrieb er mit seinem aufwändig produzierten Mehrteiler Berlin Alexanderplatz nach dem Roman von Alfred Döblin, der später sogar im Kino als 15½-Stunden-Marathon gezeigt wurde.
1974 wurde der junge Metzger Armin Meier Fassbinders Geliebter. Er nahm sich 1978 das Leben. Von 1978 bis zu seinem Tod 1982 lebte Fassbinder mit der Cutterin Juliane Lorenz zusammen. Er starb in München im Alter von nur 37 Jahren an einer Überdosis Kokain, während der Arbeit am Schnitt zu seinem letzten Film Querelle nach einem Bühnenstück von Jean Genet.
Rainer Werner Fassbinders Urne wurde auf dem Bogenhausener Friedhof in München beigesetzt.
Leben und Arbeit waren für Fassbinder oft nicht mehr voneinander zu trennen. Sicherlich ist dies der Teil einer Erklärung dafür, warum Fassbinder in einem kurzen Zeitraum von 13 Jahren bis zu seinem Tode 40 Filme als Regisseur drehte.
Eine 1978 in Fort Lauderdale (Florida) geschlossene Ehe mit Juliane Lorenz wurde nicht nach deutschem Recht anerkannt, und Fassbinders Erbe fiel deshalb an die Eltern des Schauspielers. Seine Mutter Liselotte Eder übertrug es 1986 der von ihr gegründeten Rainer Werner Fassbinder Foundation (RWFF), die sie 1992 an Juliane Lorenz übertrug. Die Foundation ist Inhaberin aller Rechte an Fassbinders Nachlass, einschließlich aller nachträglich erworbenen Rechte.
Filmografie
- This Night (1966);
- Der Stadtstreicher (1966)
- Das kleine Chaos (1967)
- Liebe ist kälter als der Tod (1969) mit Ulli Lommel, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Katzelmacher (1969) - erhielt dafür den Gerhart-Hauptmann-Preis mit Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Götter der Pest (1969) mit Harry Baer, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller, Margarethe von Trotta, Günther Kaufmann, Carla Aulaulu, Ingrid Caven
- Warum läuft Herr R. Amok? (1969)
- Rio das Mortes (1970)
- Das Kaffeehaus (1970)
- Whity (1970)
- Die Niklashauser Fart (1970) - historischer Hintergrund ist das Schicksal des Viehhirten und Predigers Hans Böhm
- Der amerikanische Soldat (1970)
- Warnung vor einer heiligen Nutte (1970)
- Pioniere in Ingolstadt (1970)
- Händler der vier Jahreszeiten (1971)
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant (1972)
- Wildwechsel (1972)
- Acht Stunden sind kein Tag (1972)
- Bremer Freiheit (1972)
- Welt am Draht (1973) - Legendärer Science-Fiction-Film über eine Computersimulationswelt; zweiteiliger Fernsehfilm
- Nora Helmer (1973)
- Martha (1973) mit Karlheinz Böhm, Margit Carstensen, Gisela Faceldey
- Angst essen Seele auf (1973) mit Brigitte Mira, El Hedi Ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann
- Fontane Effi Briest (1974)
- Faustrecht der Freiheit (1974) unter anderem mit Ulla Jacobsson
- Wie ein Vogel auf dem Draht (1974)
- Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (1975)
- Angst vor der Angst (1975)
- Ich will doch nur, dass ihr mich liebt (1975)
- Satansbraten (1976)
- Chinesisches Roulette (1976)
- Bolwieser (1976)
- Frauen in New York (1977)
- Despair - Eine Reise ins Licht (1977)
- Deutschland im Herbst (1977)
- Die Ehe der Maria Braun (1978)
- In einem Jahr mit 13 Monden (1978)
- Die dritte Generation (1979)
- Berlin Alexanderplatz (1979)
- Lili Marleen (1980)
- Lola (1981)
- Theater in Trance (1981)
- Die Sehnsucht der Veronika Voss (1981)
- Querelle (1982)
Bühnenstücke
- Anarchie in Bayern
- Der Müll, die Stadt und der Tod
- Tropfen auf heiße Steine
- Das KaffeeHaus (nach Goldoni)
- Katzelmacher
- Preparadise sorry now
- Bremer Freiheit
- Blut am Hals der Katze
- Das brennende Dorf
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant
Hörspiele
- Preparadise sorry now (Prod.: BR, 1970)
- Ganz in weiß (Prod.: BR, 1970)
- Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe (Prod.: BR, 1971)
- Keiner ist böse und keiner ist gut (Prod.: BR, 1972)
Fassbinder als Darsteller
- 1967 · Tony Freunde
- 1968 · Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter
- 1969 · Alarm
- 1969 · Al Capone im deutschen Wald
- 1970 · Baal
- 1970 · Frei bis zum nächsten
- 1971 · Mathias Kneissl
- 1971 · La repentina riqueza de los pobres de Kombach (Der plötzliche Reichtum der armen Leute vom Kombach) · Regie: Volker Schlöndorff
- 1973 · Super-Girl
- 1973 · Angst essen Seele auf
- 1973 · La ternura de los lobos (Der Zärtlichkeit der Wölfe) · Regie: Ulli Lommel
- 1976 · La sombra de los angeles (Schatten der Engel) · Regie: Daniel Schmidt
- 1982 · Kamikaze 1989 - Spielfilm, Deutschland 1982 (105 Min.), Regie Wolf Gremm nach dem dem Roman Mord im 31. Stock von Per Wahlöö.
Weblinks
-
- http://www.fassbinderfoundation.de
- http://www.rainer-fassbinder.net
-
- [http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.05.2005/1848370.asp#art "Er rannte um sein Leben"], Peter W. Jansen über RWF
- [http://www.dieterwunderlich.de/Rainer_Werner_Fassbinder.htm Kurzbiografie, Inhaltsangaben und Besprechungen] vom Film- und Literaturkritiker Dieter Wunderlich
- Besprechung von [http://members.aon.at/andreas.weigel/Film.htm Fassbinder]-Publikationen
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-31/027.php Hands up, baby, hands up!] "Fassbinder hätte heute Geburtstag", Junge Welt, 31. Mai 2005
- [http://perso.wanadoo.es/rafamorata El genio alemán] spanische Fanseite
- [http://www.filmportal.de/df/49/Uebersicht,,,,,,,,16E2B393D11641AA885388D85222F8DB,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html filmportal.de] mit Biografie, Interviews, Nachrufen, Kritiken etc.
- http://people.freenet.de/rosel-zech-fanpage Webseite über die Fassbinder Schauspielerin Rosel Zech
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
ja:ライナー・ヴェルナー・ファスビンダー
Rainer Werner FassbinderRainer Werner Fassbinder ( - 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) war ein deutscher Regisseur, Filmproduzent und Bühnenautor.
Leben und Werk
Der Sohn eines Arztes und einer Übersetzerin wuchs nach Scheidung seiner Eltern als Einzelkind bei seiner Mutter auf. Im Alter von 16 Jahren brach Fassbinder die Schule ab und zog zu seinem Vater nach Köln. Zusammen mit Udo Kier sammelte er erste Erfahrungen in der Kölner Schwulenszene.
Früh begann er sich für Filme zu begeistern (zu seinen Lieblingsfilmen gehörte Kalina Krasnaja von Wassili Schukschin), jedoch ging sein Wunsch, an der Filmhochschule zu studieren, nicht in Erfüllung. Nach einer zweijährigen privaten Schauspielausbildung versuchte er erfolglos in München die staatliche Schauspielprüfung abzulegen. Zwischen 1965 und 1967 produzierte Fassbinders Partner Christoph Roser dessen erste Kurzfilme "Der Stadtstreicher" und "Das Kleine Chaos". 1967 wurde Fassbinder als Regisseur und Ensemblemitglied beim "action-theater" aufgenommen. Er arbeitete auch mit diversen freien Theatergruppen zusammen. Daraus ging sein "Antiteater" hervor. Für diese Gruppe (auch Hanna Schygulla, spätere Protagonistin seiner erfolgreichsten Filme, war Mitglied dieser Theatergruppe) schrieb er in den Jahren 1968 bis 1971 die meisten seiner Theaterstücke.
Beeinflusst von Jean-Luc Godard und den US-amerikanischen Kriminalfilmen von John Huston, Raoul Walsh oder Howard Hawks, aber vor allem von den Melodramen von Douglas Sirk, begann er mit seiner Gruppe die ersten Filmprojekte zu realisieren. So entstanden der eigentümliche Krimi Liebe ist kälter als der Tod (1969) und im gleichen Jahr Katzelmacher. Er verquickte die Arbeit des Theaters konsequent mit der des Filmemachens. So entstanden zwischen 1969 und 1971 nicht nur zahlreiche Theaterstücke, sondern auch in sehr kurzer Zeit produzierte alternative Filme.
Fassbinder umgab sich stets mit einer von ihm als Clan bezeichneten Gruppe - in der er Mary genannt wurde - die ihm als Familienersatz und Blitzableiter für Aggressionen diente. In diese Gruppe integrierte er auch seine männlichen Partner. Von 1970 bis 1972 war Fassbinder mit der Schauspielerin und Sängerin Ingrid Caven verheiratet, für die er auch einige Chanson-Texte schrieb (z.B. Alles aus Leder, Freitag im Hotel, Nietzsche, Die Straßen stinken). Daneben hatte er eine Beziehung zu dem zweifachen Vater El Hedi ben Salem M'Barek Mohaed Mustafa.
Die Jahre 1971-1974 stellen mit Filmen wie "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1971,) "Angst essen Seele auf" (1973), dem Schwulen-Drama "Faustrecht der Freiheit" (1974), mit Theaterregie in Bochum und Frankfurt und dem Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod" (1974) den Höhepunkt seines Schaffens dar. Letztgenanntes Stück war dabei in den 70er und 80er Jahren Anlass für konservative Kritiker (Joachim Fest, Ignatz Bubis), Fassbinder des Antisemitismus zu beschuldigen. Die bekannte, links-emanzipatorische Grundhaltung des Autors belegen die Absurdheit dieses Vorwurfs. Seit 1972 begann er seine Filmsprache konsequent weiter zu entwickeln und die Filme wurden größer und professioneller. Als Teilnehmer der Berlinale wurde er in den folgenden Jahren zwar von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, jedoch von der jeweiligen Jury ignoriert. Erst mit seinem vorletzten Film Die Sehnsucht der Veronika Voss gewann er den Goldenen Bären. Neben seiner Filmarbeit engagierte sich Fassbinder auch im Theater. In den Jahren 1972 und 1973 inszenierte er am Schauspielhaus in Bochum. Daran schloss sich eine zweijährige Periode im Frankfurter Theater am Turm (TAT) an.
Fassbinder schuf in den 1970er Jahren einige der faszinierendsten Frauencharaktere der Nachkriegsfilmgeschichte: Maria Braun und Lili Marleen, jeweils gespielt von Hanna Schygulla oder Lola, gespielt von Barbara Sukowa bleiben unvergesslich.
Fernsehgeschichte schrieb er mit seinem aufwändig produzierten Mehrteiler Berlin Alexanderplatz nach dem Roman von Alfred Döblin, der später sogar im Kino als 15½-Stunden-Marathon gezeigt wurde.
1974 wurde der junge Metzger Armin Meier Fassbinders Geliebter. Er nahm sich 1978 das Leben. Von 1978 bis zu seinem Tod 1982 lebte Fassbinder mit der Cutterin Juliane Lorenz zusammen. Er starb in München im Alter von nur 37 Jahren an einer Überdosis Kokain, während der Arbeit am Schnitt zu seinem letzten Film Querelle nach einem Bühnenstück von Jean Genet.
Rainer Werner Fassbinders Urne wurde auf dem Bogenhausener Friedhof in München beigesetzt.
Leben und Arbeit waren für Fassbinder oft nicht mehr voneinander zu trennen. Sicherlich ist dies der Teil einer Erklärung dafür, warum Fassbinder in einem kurzen Zeitraum von 13 Jahren bis zu seinem Tode 40 Filme als Regisseur drehte.
Eine 1978 in Fort Lauderdale (Florida) geschlossene Ehe mit Juliane Lorenz wurde nicht nach deutschem Recht anerkannt, und Fassbinders Erbe fiel deshalb an die Eltern des Schauspielers. Seine Mutter Liselotte Eder übertrug es 1986 der von ihr gegründeten Rainer Werner Fassbinder Foundation (RWFF), die sie 1992 an Juliane Lorenz übertrug. Die Foundation ist Inhaberin aller Rechte an Fassbinders Nachlass, einschließlich aller nachträglich erworbenen Rechte.
Filmografie
- This Night (1966);
- Der Stadtstreicher (1966)
- Das kleine Chaos (1967)
- Liebe ist kälter als der Tod (1969) mit Ulli Lommel, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Katzelmacher (1969) - erhielt dafür den Gerhart-Hauptmann-Preis mit Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Götter der Pest (1969) mit Harry Baer, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller, Margarethe von Trotta, Günther Kaufmann, Carla Aulaulu, Ingrid Caven
- Warum läuft Herr R. Amok? (1969)
- Rio das Mortes (1970)
- Das Kaffeehaus (1970)
- Whity (1970)
- Die Niklashauser Fart (1970) - historischer Hintergrund ist das Schicksal des Viehhirten und Predigers Hans Böhm
- Der amerikanische Soldat (1970)
- Warnung vor einer heiligen Nutte (1970)
- Pioniere in Ingolstadt (1970)
- Händler der vier Jahreszeiten (1971)
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant (1972)
- Wildwechsel (1972)
- Acht Stunden sind kein Tag (1972)
- Bremer Freiheit (1972)
- Welt am Draht (1973) - Legendärer Science-Fiction-Film über eine Computersimulationswelt; zweiteiliger Fernsehfilm
- Nora Helmer (1973)
- Martha (1973) mit Karlheinz Böhm, Margit Carstensen, Gisela Faceldey
- Angst essen Seele auf (1973) mit Brigitte Mira, El Hedi Ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann
- Fontane Effi Briest (1974)
- Faustrecht der Freiheit (1974) unter anderem mit Ulla Jacobsson
- Wie ein Vogel auf dem Draht (1974)
- Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (1975)
- Angst vor der Angst (1975)
- Ich will doch nur, dass ihr mich liebt (1975)
- Satansbraten (1976)
- Chinesisches Roulette (1976)
- Bolwieser (1976)
- Frauen in New York (1977)
- Despair - Eine Reise ins Licht (1977)
- Deutschland im Herbst (1977)
- Die Ehe der Maria Braun (1978)
- In einem Jahr mit 13 Monden (1978)
- Die dritte Generation (1979)
- Berlin Alexanderplatz (1979)
- Lili Marleen (1980)
- Lola (1981)
- Theater in Trance (1981)
- Die Sehnsucht der Veronika Voss (1981)
- Querelle (1982)
Bühnenstücke
- Anarchie in Bayern
- Der Müll, die Stadt und der Tod
- Tropfen auf heiße Steine
- Das KaffeeHaus (nach Goldoni)
- Katzelmacher
- Preparadise sorry now
- Bremer Freiheit
- Blut am Hals der Katze
- Das brennende Dorf
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant
Hörspiele
- Preparadise sorry now (Prod.: BR, 1970)
- Ganz in weiß (Prod.: BR, 1970)
- Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe (Prod.: BR, 1971)
- Keiner ist böse und keiner ist gut (Prod.: BR, 1972)
Fassbinder als Darsteller
- 1967 · Tony Freunde
- 1968 · Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter
- 1969 · Alarm
- 1969 · Al Capone im deutschen Wald
- 1970 · Baal
- 1970 · Frei bis zum nächsten
- 1971 · Mathias Kneissl
- 1971 · La repentina riqueza de los pobres de Kombach (Der plötzliche Reichtum der armen Leute vom Kombach) · Regie: Volker Schlöndorff
- 1973 · Super-Girl
- 1973 · Angst essen Seele auf
- 1973 · La ternura de los lobos (Der Zärtlichkeit der Wölfe) · Regie: Ulli Lommel
- 1976 · La sombra de los angeles (Schatten der Engel) · Regie: Daniel Schmidt
- 1982 · Kamikaze 1989 - Spielfilm, Deutschland 1982 (105 Min.), Regie Wolf Gremm nach dem dem Roman Mord im 31. Stock von Per Wahlöö.
Weblinks
-
- http://www.fassbinderfoundation.de
- http://www.rainer-fassbinder.net
-
- [http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.05.2005/1848370.asp#art "Er rannte um sein Leben"], Peter W. Jansen über RWF
- [http://www.dieterwunderlich.de/Rainer_Werner_Fassbinder.htm Kurzbiografie, Inhaltsangaben und Besprechungen] vom Film- und Literaturkritiker Dieter Wunderlich
- Besprechung von [http://members.aon.at/andreas.weigel/Film.htm Fassbinder]-Publikationen
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-31/027.php Hands up, baby, hands up!] "Fassbinder hätte heute Geburtstag", Junge Welt, 31. Mai 2005
- [http://perso.wanadoo.es/rafamorata El genio alemán] spanische Fanseite
- [http://www.filmportal.de/df/49/Uebersicht,,,,,,,,16E2B393D11641AA885388D85222F8DB,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html filmportal.de] mit Biografie, Interviews, Nachrufen, Kritiken etc.
- http://people.freenet.de/rosel-zech-fanpage Webseite über die Fassbinder Schauspielerin Rosel Zech
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
ja:ライナー・ヴェルナー・ファスビンダー
Theodor FontaneHenri Theodore Fontane ( - 30. Dezember 1819 in Neuruppin; † 20. September 1898 in Berlin) war ein Apotheker und deutscher Schriftsteller. Er war ein Vertreter des poetischen Realismus.
Realismus
Leben
Henri Theodore Fontane wurde am 30. Dezember des Jahres 1819 als Sohn des Apothekers Louis Henri Fontane in Neuruppin geboren. Zur Begleichung von Spielschulden musste 1826 der Vater seine Apotheke verkaufen, kurz darauf zog die Familie 1827 nach Swinemünde. Nach einem kurzen Intermezzo an der dortigen Stadtschule erhielt Theodor Fontane auf Wunsch seiner Mutter Privatunterricht vom Vater und von den Hauslehrern befreundeter Familien (1826 – 1832). Von 1832 bis 1833 besuchte er das Gymnasium in Neuruppin, anschließend trat er in die Gewerbeschule von Karl Friedrich Klöden in Berlin ein. 1834 zog er zum Halbbruder seines Vaters, Onkel August; 1835 hatte er seine erste Begegnung mit seiner zukünftigen Frau Emilie Rouanet-Kummer. 1836 brach er die Gewerbeschule ab und begann eine Ausbildung zum Apotheker. 1839 veröffentlichte Fontane seine erste Novelle Geschwisterliebe. Nach dem Abschluss seiner Lehre im Jahr 1840 trat Fontane eine Stelle als Apothekergehilfe in Burg bei Magdeburg an. Es entstanden die ersten Gedichte.
1841 erkrankte er an Typhus, zum Glück konnte er sich bei seinen Eltern in Letschin erholen. Als er wieder genesen war, arbeitete er als Apothekergehilfe zuerst in Leipzig, danach in Dresden, schließlich in der Apotheke des Vaters in Letschin. 1843 wurde er von Bernhard von Lepel in den literarischen Verein Tunnel über der Spree eingeführt, in dem er von 1844 bis 1865 Mitglied bleiben sollte. Vom 1. April 1844 bis zum 31. März 1845 leistete er beim Garde-Grenadierregiment „Kaiser Franz“ seinen freiwilligen Militärdienst. In dieser Zeit unternahm er auf Einladung seines Schulfreundes Hermann Scherz seine erste Englandreise.
Im Laufe des Jahres ging er nach einer weiteren Arbeitzeit in der väterlichen Apotheke nach Berlin an die Polnische Apotheke von Dr. Julius Eduard Schacht. Am 8. Dezember 1845 verlobte er sich mit Emilie Rouanet-Kummer. Im März 1847 erhielt Fontane seine Approbation als „Apotheker erster Klasse“. Im folgenden Jahr kämpfte Fontane als Revolutionär in den so genannten Barrikadenkämpfen. Zu dieser Zeit entstanden vier eher radikale Texte in der Zeitschrift Berliner Zeitungshalle.
Dann wurde er im Krankenhaus Bethanien angestellt und bildete dort zwei Diakonissen aus.
Am 30. September 1849 entschloss er sich, den Apothekerberuf völlig aufzugeben und als freier Schriftsteller weiterzuarbeiten. Es entstanden zuerst politische Texte in der radikal-demokratischen „Dresdner Zeitung“. In diesem Jahr wurde auch sein erstes Buch veröffentlicht: Männer und Helden. Acht Preussenlieder. 1850 heiratete er seine Emilie Rouanet-Kummer. Sie zogen zusammen in eine Wohnung in Berlin. Anfangs hatten sie finanzielle Probleme, da Theodor Fontane keine Anstellung fand. Ein Jahr später wurde er von der Centralstelle für Preßangelegenheiten angestellt. Für diese machte er Reisen nach London (1852 und 1855 – 1859).
1860 kommt sein fünftes Kind zur Welt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte von den vier Söhnen nur der Erste, George Emile, überlebt. Die drei darauf folgenden Söhne sind jeweils kurz nach der Geburt gestorben. Das fünfte Kind war seine einzige Tochter namens Martha (Mete). 1864 kam schließlich sein letzter Sohn, Friedrich, zur Welt. Im selben Jahr reiste Fontane nach Kopenhagen, wo er über den Krieg schrieb. Ab 1870 arbeitete Fontane als Theaterkritiker. Im selben Jahr nahm er Urlaub, um den Kriegsschauplatz Paris zu besichtigen. Dort wurde er fälschlicherweise als Spion verhaftet, jedoch kurz darauf wieder freigelassen. Zwischen 1874 und 1876 unternahm Fontane mit seiner Frau diverse Reisen nach Österreich, Italien und in die Schweiz. Am Ende dieser Reisen entschloss er sich, nicht mehr für eine Zeitung zu schreiben, stattdessen wollte er wieder als freier Schriftsteller leben. Seitdem schrieb er zahlreiche Texte, bis er 1892 an einer schweren Gehirnanämie erkrankte. Der Arzt riet ihm, seine Kindheitserinnerungen niederzuschreiben, um sich von der Krankheit abzulenken. Dies gelang auch. Danach schrieb er ständig weiter, bis er am 20. September 1898 in Berlin starb.
Über das Werk
Fontane gilt als der herausragende Vertreter des bürgerlicher Realismus in Deutschland. In seinen Romanen gelingt es ihm immer wieder, die Personen durch die Beschreibung ihrer äußeren Erscheinung, durch ihre Umgebung und insbesondere durch ihre Redeweise zu charakterisieren. Typisch für ihn ist eine gepflegte Konversation in einem abgeschlossenen Zirkel, etwa ein Festessen, wo die Personen einerseits lediglich gesellschaftlichen Konventionen folgen und andererseits ihre wahren Interessen enthüllen - oft gegen ihren eigenen Willen. Dabei kommt Fontane von einer Kritik an Einzelpersonen oft zu einer impliziten Gesellschaftskritik.
Werke
Theodor Fontane schrieb viele verschiedene Texte. Er schrieb neben literarischen Werken auch als Journalist (zumal für die Kreuzzeitung und übersetzte 1842 Shakespeares "Hamlet"). Dazu kamen noch Dramen, Gedichte, Biografien, Kriegsbücher, Briefe, Tagebücher, Theaterkritiken, Zeitungsartikel und programmatische Schriften.
Eine erweiterte Liste seiner Werke ist bei Wikisource: Theodor Fontane zu finden.
Romane, Novellen und Erzählungen
- 1860 Jenseits des Tweed
- 1873 Der Krieg gegen Frankreich 1870-1871
- 1878 Vor dem Sturm (historischer Roman)
- 1844 - 1859 Wanderungen durch England und Schottland. (Drei Reisen und Aufenthalte in England)
- 1862 - 1888 Wanderungen durch die Mark Brandenburg
- Band 1: Die Grafschaft Ruppin, [http://www.landshut.org/members/msagerer/f_00hauptseite.htm]
- Band 2: Das Oderland
- Band 3: Havelland (Fontane)
- Band 4: Spreeland (Fontane)
- Band 5: Fünf Schlösser (1881 - 1888)
- 1880 Grete Minde, (Kriminalroman nach einer altmärkischen Chronik)
- 1881 Ellernklipp, (Kriminalroman nach einem Harzer Kirchenbuch)
- 1882 L'Adultera (Novelle)
- 1882 Schach von Wuthenow, Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes
- 1884 Graf Petöfy, (Roman)
- 1885 Christian Friedrich Scherenberg und das litterarische Berlin von 1840 bis 1860 (vgl. Christian Friedrich Scherenberg)
- 1883 - 1885 Unterm Birnbaum (Kriminalroman)
- 1887 Cécile (Roman)
- 1888 Irrungen, Wirrungen (Roman)
- 1890 Stine (Roman)
- 1890 Quitt (Roman)
- 1891 Unwiederbringlich (Roman)
- 1893 Frau Jenny Treibel oder 'Wo sich Herz zum Herzen find't' (Roman)
- 1894 Meine Kinderjahre (Fontane) (Autobiographie)
- 1895 Effi Briest (Roman)
- 1896 Die Poggenpuhls (Roman)
- 1898 Der Stechlin (Roman)
- 1898 Von Zwanzig bis Dreißig (Autobiographie)
- 1906 Mathilde Möhring (unvollendet)
Balladen und Gedichte
Fontane schrieb über 250 Gedichte, darunter Balladen und Sprüche. Beispielsweise:
- Die Brück' am Tay (1880)
- John Maynard
Briefe
- Theodor Fontane und Bernhard von Lepel - Ein Freundschaftsbriefwechsel, hrsg. von Julius Petersen, München 1940
- Briefe an Georg Friedlaender, hrsg. u. erl. v. Kurt Schreinert, Heidelberg 1954
- Briefe, hrsg. v. Kurt Schreinert und Charlotte Jolles (Bd. 1: An den Vater, die Mutter, die Frau; Bd. 2: An die Tochter und an die Schwester; Bd. 3: An Mathilde von Rohr; Bd. 4: An Karl und Emilie Zöllner und andere Freunde), Berlin 1968-1971
- Briefe an Julius Rodenberg, hrsg. von Hans-Heinrich Reuter. Berlin 1969
- Der Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und Paul Heyse, hrsg. von Gotthard Erler, Berlin 1972
- Mete Fontane: Briefe an die Eltern 1880-1882. Hrsg. und erl. von Edgar R. Rosen. 1974
- Briefe Bd.1-5 (Bd. 5 Register), hrsg. von Helmuth Nürnberger u.a., München 1976-1988
- Theodor Storm - Theodor Fontane, Briefwechsel. Krit. Ausgabe in Verb. mit der Theodor-Storm-Gesellschaft hrsg. von Jacob Steiner. 1981
- Jenseits von Havel und Spree, Reisebriefe, hrsg. von Gotthard Erler. 1984
- Die Fontanes und die Merckels, Ein Familienbriefwechsel 1850-1870, hrsg. von Gotthard Erler. Berlin 1987
- Theodor Fontanes Briefwechsel mit Wilhelm Wolfsohn, hrsg. von Christa Schultze. 1988
- Theodor Fontane und Martha Fontane - Ein Familienbriefnetz. Hrsg. von Regina Dieterle. Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft, Bd. 4. Berlin, New York 2002 ISBN 3110158817
Tagebücher
- Tagebücher: Bd. 1: 1852, 1855-1858, hrg. von Charlotte Jolles unter Mitarbeit von Rudolf Muhs; Bd. 2: 1866-1882, 1884-1898, hrsg. von Gotthard Erler unter Mitarbeit von Therese Erler, Aufbau-Verlag, Berlin 1994. ISBN 3351031009
Filmographie
- 1939 - Der Schritt vom Wege (nach Effi Briest) - Regie: Gustaf Gründgens
- 1950 - Mathilde Möhring - Regie: Rolf Hansen
- 1955 - Rosen im Herbst - (nach Effi Briest) - Regie: Rudolf Jugert (mit Ruth Leuwerik als Effi Briest)
- 1970 - Effi Briest - (mit Angelica Domröse als Effi Briest)
- 1973 - Unterm Birnbaum - (mit Angelica Domröse als Ursula Hradschek)
- 1974 - Effi Briest - Regie: Rainer Werner Fassbinder (mit Hanna Schygulla als Effi Briest)
- 1975 - Der Stechlin - (mit Arno Assmann)
- 1975 - Frau Jenny Treibel - (mit Gisela May als Jenny Treibel)
- 1977 - Grete Minde - (mit Hans Christian Blech und Hannelore Elsner)
- 1979 - Stine - Regie: Thomas Langhoff
- 1981 - Frau Jenny Treibel - (mit Maria Schell als Jenny Treibel)
- 1982 - Melanie van der Straaten - Regie: Thomas Langhoff
- 1983 - Mathilde Möhring
- 1986 - Wanderungen durch die Mark Brandenburg - Regie: Eberhard Itzenplitz (mit Klaus Schwarzkopf als Erzähler)
Sekundärliteratur
- Hermann Fricke: Theodor Fontane - Chronik seines Lebens, Arani Verlag, Berlin 1960.
- Fontane Blätter, Halbjahresschrift, begründet 1965; im Auftrag des Theodor-Fontane-Archivs und der Theodor-Fontane-Gesellschaft e. V. hrsg. von Hanna Delf von Wolzogen und Hubertus Fischer. ISSN 0015-6175
- Hans-Heinrich Reuter: Fontane (2 Bände), Verlag der Nation Berlin und Nymphenburger Verlagshandlung München 1968
- Helmuth Nürnberger: Theodor Fontane in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1968ff. ISBN 3-499-50145-7
- Kenneth Attwood: Fontane und das Preußentum, Berlin (Haude & Spener) 1970; NA Flensburg (Baltica) 2000 ISBN 3-934097-08-1
- Edgar R. Rosen: Mete Fontane - Briefe an die Eltern 1880-1882, hrsg. und erläutert von Edgar R. Rosen, Verlag Ullstein, Ffm-Berlin-Wien 1974. ISBN 3-548-04602-9
- Charlotte Jolles: Fontane und die Politik - Ein Beitrag zur Wesensbestimmung Theodor Fontanes. Aufbau Verlag, Berlin 1983
- Horst Budjuhn: Fontane nannte sie "Effi Briest", Das Leben der Elisabeth von Ardenne, Quadriga Verlag, Berlin 1985. ISBN 3-88679-126-2
- Gustav Sichelschmidt: Theodor Fontane, Lebensstationen eines großen Realisten. Heyne-Verlag, München 1986. ISBN 3-453-55142-7
- Theodor Fontane, Text + Kritik Sonderband hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, edition text + kritik, München 1989. ISBN 3-88377-318-2
- Charlotte Jolles: Theodor Fontane, 4.Aufl., Sammlung Metzler 114, Stuttgart 1993. ISBN 3-476-14114-4
- Heinz Ohff: Theodor Fontane, Leben und Werk. Piper-Verlag, München 1995. ISBN 3-492-03667-8
- Christian Grawe: Führer durch Fontanes Romane - Ein Lexikon der Personen, Schauplätze und Kunstwerke, Stuttgart (Reclam) 1996. ISBN 3-15-009439-9
- Edda Ziegler und Gotthard Erler: Theodor Fontane - Lebensraum und Phantasiewelt, Eine Biographie, Aufbau Verlag, Berlin 1996. ISBN 3-351-03198-X
- Helmuth Nürnberger: Fontanes Welt, Siedler Verlag, Berlin 1997. ISBN 3-88680-582-4
- Gordon A. Craig: Über Fontane, Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München 1997f. ISBN 3-406-42642-5
- Otto Drude: Fontane und sein Berlin - Personen, Häuser, Straßen, Insel Verlag, Ffm und Leipzig 1998. ISBN 3-458-16895-8
- Cord Beintmann: Theodor Fontane, München (dtv) 1998. ISBN 3-423-31003-0
- Claude Keisch, Peter-Klaus Schuster und Moritz Wullen (Hrsg.): Fontane und die bildende Kunst, mit Beiträgen von U. Finke, F. Forster-Hahn, H. Frank, H. Karge, C. Keisch, W. Lottes, P.-K. Schuster, W. J. Siedler, I. Wagner-Douglas, A. Wesenberg und M. Wullen, Katalog zur Ausstellung vom 4.9.-29.11.1998 in den Staatl. Museen zu Berlin - Nationalgalerie am Kulturforum, Berlin (Henschel) 1998. ISBN 3-89487-315-9
- Stiftung Stadtmuseum Berlin (Hrsg.): Fontane und sein Jahrhundert, mit Beiträgen von A. Franzkowiak, Th. Friedrich, B. Machner, B. Reißmann, L. Schirmer, A. Teltow, T. Trunk, M. Weinland und H. Zettler, Ausstellungskatalog zur Ausstellung vom 11. September 1998-17. Januar 1999 im Märkischen Museum Berlin, Berlin (Henschel) 1998. ISBN 3-89487-309-4
- Joachim Kleine: Die Hankels auf Hankels Ablage - Wo Fontane in der Sommerfrische war, Irmtraud Carl Verlag, Zeuthen 1999. ISBN 3-931133-07-9
- Christian Grawe: Fontane-Chronik, Reclam, Stuttgart 2000, ISBN 3150097215
- Christian Grawe und Helmuth Nürnberger (Hrsg): Fontane-Handbuch, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2000. ISBN 3-520-83201-1
- Roland Berbig (Hg.): Theodor Fontane im literarischen Leben. Zeitungen und Zeitschriften, Verlage und Vereine Verlag de Gruyter, 2000. ISBN 3-11-016293-8
- Konrad Ehlich (Hrsg.): Fontane und die Fremde, Fontane und Europa, Königshausen & Neumann, Würzburg 2002. ISBN 3826018303
- Bernd Heidenreich / Frank-Lothar Kroll (Hrsg.): Theodor Fontane - Dichter der Deutschen Einheit. Berlin 2003. ISBN 3-8305-0295-8
- Hanna Delf von Wolzogen (Hrsg.): "Geschichte und Geschichten aus Mark Brandenburg". Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" im Kontext der europäischen Reiseliteratur. Internationales Symposium des Theodor-Fontane-Archivs in Zusammenarbeit mit der Theodor Fontane Gesellschaft Sept. 2002 in Potsdam., Königshausen & Neumann, Würzburg 2003. ISBN 3826026349
- Simon Bunke: Figuren des Diskurses. Studien zum diskursiven Ort des unteren Figurenpersonals bei Fonane und Flaubert. Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang 2005.
Siehe auch
- Theodor-Fontane-Preis
- Ribbeck (Dorf)
- Julie von Dobschütz
Weblinks
-
-
- [http://literaturnetz.org/autoren/theodor_fontane Fontanes Werke] im Literaturnetz
- [http://www.digbib.org/Theodor_Fontane_1819 Theodor Fontane] im DigBib.Org-Projekt
- http://www.fontanearchiv.de/start.htm
- http://www.fontane-gesellschaft.de/
- http://www.fontaneseite.de/
- http://www.theodorfontane.de/ (Mission: Fontane)
- [http://www.xlibris.de/Autoren/Fontane/Fontane-Biographie/Fontane-Biographie-01.htm Werk und Leben] von Theodor Fontane bei Xlibris
- [http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_fgh/fontane.html Kommentierte Linksammlung]
- [http://www.katz-heidelberg.de/Links_zu_literarischen_Themen/Links_zu_Fontane___Effi_Briest/body_links_zu_fontane___effi_briest.html Bilder von Fontane]
Fontane, Theodor
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Rainer Werner FassbinderRainer Werner Fassbinder ( - 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) war ein deutscher Regisseur, Filmproduzent und Bühnenautor.
Leben und Werk
Der Sohn eines Arztes und einer Übersetzerin wuchs nach Scheidung seiner Eltern als Einzelkind bei seiner Mutter auf. Im Alter von 16 Jahren brach Fassbinder die Schule ab und zog zu seinem Vater nach Köln. Zusammen mit Udo Kier sammelte er erste Erfahrungen in der Kölner Schwulenszene.
Früh begann er sich für Filme zu begeistern (zu seinen Lieblingsfilmen gehörte Kalina Krasnaja von Wassili Schukschin), jedoch ging sein Wunsch, an der Filmhochschule zu studieren, nicht in Erfüllung. Nach einer zweijährigen privaten Schauspielausbildung versuchte er erfolglos in München die staatliche Schauspielprüfung abzulegen. Zwischen 1965 und 1967 produzierte Fassbinders Partner Christoph Roser dessen erste Kurzfilme "Der Stadtstreicher" und "Das Kleine Chaos". 1967 wurde Fassbinder als Regisseur und Ensemblemitglied beim "action-theater" aufgenommen. Er arbeitete auch mit diversen freien Theatergruppen zusammen. Daraus ging sein "Antiteater" hervor. Für diese Gruppe (auch Hanna Schygulla, spätere Protagonistin seiner erfolgreichsten Filme, war Mitglied dieser Theatergruppe) schrieb er in den Jahren 1968 bis 1971 die meisten seiner Theaterstücke.
Beeinflusst von Jean-Luc Godard und den US-amerikanischen Kriminalfilmen von John Huston, Raoul Walsh oder Howard Hawks, aber vor allem von den Melodramen von Douglas Sirk, begann er mit seiner Gruppe die ersten Filmprojekte zu realisieren. So entstanden der eigentümliche Krimi Liebe ist kälter als der Tod (1969) und im gleichen Jahr Katzelmacher. Er verquickte die Arbeit des Theaters konsequent mit der des Filmemachens. So entstanden zwischen 1969 und 1971 nicht nur zahlreiche Theaterstücke, sondern auch in sehr kurzer Zeit produzierte alternative Filme.
Fassbinder umgab sich stets mit einer von ihm als Clan bezeichneten Gruppe - in der er Mary genannt wurde - die ihm als Familienersatz und Blitzableiter für Aggressionen diente. In diese Gruppe integrierte er auch seine männlichen Partner. Von 1970 bis 1972 war Fassbinder mit der Schauspielerin und Sängerin Ingrid Caven verheiratet, für die er auch einige Chanson-Texte schrieb (z.B. Alles aus Leder, Freitag im Hotel, Nietzsche, Die Straßen stinken). Daneben hatte er eine Beziehung zu dem zweifachen Vater El Hedi ben Salem M'Barek Mohaed Mustafa.
Die Jahre 1971-1974 stellen mit Filmen wie "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1971,) "Angst essen Seele auf" (1973), dem Schwulen-Drama "Faustrecht der Freiheit" (1974), mit Theaterregie in Bochum und Frankfurt und dem Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod" (1974) den Höhepunkt seines Schaffens dar. Letztgenanntes Stück war dabei in den 70er und 80er Jahren Anlass für konservative Kritiker (Joachim Fest, Ignatz Bubis), Fassbinder des Antisemitismus zu beschuldigen. Die bekannte, links-emanzipatorische Grundhaltung des Autors belegen die Absurdheit dieses Vorwurfs. Seit 1972 begann er seine Filmsprache konsequent weiter zu entwickeln und die Filme wurden größer und professioneller. Als Teilnehmer der Berlinale wurde er in den folgenden Jahren zwar von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, jedoch von der jeweiligen Jury ignoriert. Erst mit seinem vorletzten Film Die Sehnsucht der Veronika Voss gewann er den Goldenen Bären. Neben seiner Filmarbeit engagierte sich Fassbinder auch im Theater. In den Jahren 1972 und 1973 inszenierte er am Schauspielhaus in Bochum. Daran schloss sich eine zweijährige Periode im Frankfurter Theater am Turm (TAT) an.
Fassbinder schuf in den 1970er Jahren einige der faszinierendsten Frauencharaktere der Nachkriegsfilmgeschichte: Maria Braun und Lili Marleen, jeweils gespielt von Hanna Schygulla oder Lola, gespielt von Barbara Sukowa bleiben unvergesslich.
Fernsehgeschichte schrieb er mit seinem aufwändig produzierten Mehrteiler Berlin Alexanderplatz nach dem Roman von Alfred Döblin, der später sogar im Kino als 15½-Stunden-Marathon gezeigt wurde.
1974 wurde der junge Metzger Armin Meier Fassbinders Geliebter. Er nahm sich 1978 das Leben. Von 1978 bis zu seinem Tod 1982 lebte Fassbinder mit der Cutterin Juliane Lorenz zusammen. Er starb in München im Alter von nur 37 Jahren an einer Überdosis Kokain, während der Arbeit am Schnitt zu seinem letzten Film Querelle nach einem Bühnenstück von Jean Genet.
Rainer Werner Fassbinders Urne wurde auf dem Bogenhausener Friedhof in München beigesetzt.
Leben und Arbeit waren für Fassbinder oft nicht mehr voneinander zu trennen. Sicherlich ist dies der Teil einer Erklärung dafür, warum Fassbinder in einem kurzen Zeitraum von 13 Jahren bis zu seinem Tode 40 Filme als Regisseur drehte.
Eine 1978 in Fort Lauderdale (Florida) geschlossene Ehe mit Juliane Lorenz wurde nicht nach deutschem Recht anerkannt, und Fassbinders Erbe fiel deshalb an die Eltern des Schauspielers. Seine Mutter Liselotte Eder übertrug es 1986 der von ihr gegründeten Rainer Werner Fassbinder Foundation (RWFF), die sie 1992 an Juliane Lorenz übertrug. Die Foundation ist Inhaberin aller Rechte an Fassbinders Nachlass, einschließlich aller nachträglich erworbenen Rechte.
Filmografie
- This Night (1966);
- Der Stadtstreicher (1966)
- Das kleine Chaos (1967)
- Liebe ist kälter als der Tod (1969) mit Ulli Lommel, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Katzelmacher (1969) - erhielt dafür den Gerhart-Hauptmann-Preis mit Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller
- Götter der Pest (1969) mit Harry Baer, Hanna Schygulla, Hans Hirschmüller, Margarethe von Trotta, Günther Kaufmann, Carla Aulaulu, Ingrid Caven
- Warum läuft Herr R. Amok? (1969)
- Rio das Mortes (1970)
- Das Kaffeehaus (1970)
- Whity (1970)
- Die Niklashauser Fart (1970) - historischer Hintergrund ist das Schicksal des Viehhirten und Predigers Hans Böhm
- Der amerikanische Soldat (1970)
- Warnung vor einer heiligen Nutte (1970)
- Pioniere in Ingolstadt (1970)
- Händler der vier Jahreszeiten (1971)
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant (1972)
- Wildwechsel (1972)
- Acht Stunden sind kein Tag (1972)
- Bremer Freiheit (1972)
- Welt am Draht (1973) - Legendärer Science-Fiction-Film über eine Computersimulationswelt; zweiteiliger Fernsehfilm
- Nora Helmer (1973)
- Martha (1973) mit Karlheinz Böhm, Margit Carstensen, Gisela Faceldey
- Angst essen Seele auf (1973) mit Brigitte Mira, El Hedi Ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann
- Fontane Effi Briest (1974)
- Faustrecht der Freiheit (1974) unter anderem mit Ulla Jacobsson
- Wie ein Vogel auf dem Draht (1974)
- Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (1975)
- Angst vor der Angst (1975)
- Ich will doch nur, dass ihr mich liebt (1975)
- Satansbraten (1976)
- Chinesisches Roulette (1976)
- Bolwieser (1976)
- Frauen in New York (1977)
- Despair - Eine Reise ins Licht (1977)
- Deutschland im Herbst (1977)
- Die Ehe der Maria Braun (1978)
- In einem Jahr mit 13 Monden (1978)
- Die dritte Generation (1979)
- Berlin Alexanderplatz (1979)
- Lili Marleen (1980)
- Lola (1981)
- Theater in Trance (1981)
- Die Sehnsucht der Veronika Voss (1981)
- Querelle (1982)
Bühnenstücke
- Anarchie in Bayern
- Der Müll, die Stadt und der Tod
- Tropfen auf heiße Steine
- Das KaffeeHaus (nach Goldoni)
- Katzelmacher
- Preparadise sorry now
- Bremer Freiheit
- Blut am Hals der Katze
- Das brennende Dorf
- Die bitteren Tränen der Petra von Kant
Hörspiele
- Preparadise sorry now (Prod.: BR, 1970)
- Ganz in weiß (Prod.: BR, 1970)
- Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe (Prod.: BR, 1971)
- Keiner ist böse und keiner ist gut (Prod.: BR, 1972)
Fassbinder als Darsteller
- 1967 · Tony Freunde
- 1968 · Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter
- 1969 · Alarm
- 1969 · Al Capone im deutschen Wald
- 1970 · Baal
- 1970 · Frei bis zum nächsten
- 1971 · Mathias Kneissl
- 1971 · La repentina riqueza de los pobres de Kombach (Der plötzliche Reichtum der armen Leute vom Kombach) · Regie: Volker Schlöndorff
- 1973 · Super-Girl
- 1973 · Angst essen Seele auf
- 1973 · La ternura de los lobos (Der Zärtlichkeit der Wölfe) · Regie: Ulli Lommel
- 1976 · La sombra de los angeles (Schatten der Engel) · Regie: Daniel Schmidt
- 1982 · Kamikaze 1989 - Spielfilm, Deutschland 1982 (105 Min.), Regie Wolf Gremm nach dem dem Roman Mord im 31. Stock von Per Wahlöö.
Weblinks
-
- http://www.fassbinderfoundation.de
- http://www.rainer-fassbinder.net
-
- [http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.05.2005/1848370.asp#art "Er rannte um sein Leben"], Peter W. Jansen über RWF
- [http://www.dieterwunderlich.de/Rainer_Werner_Fassbinder.htm Kurzbiografie, Inhaltsangaben und Besprechungen] vom Film- und Literaturkritiker Dieter Wunderlich
- Besprechung von [http://members.aon.at/andreas.weigel/Film.htm Fassbinder]-Publikationen
- [http://www.jungewelt.de/2005/05-31/027.php Hands up, baby, hands up!] "Fassbinder hätte heute Geburtstag", Junge Welt, 31. Mai 2005
- [http://perso.wanadoo.es/rafamorata El genio alemán] spanische Fanseite
- [http://www.filmportal.de/df/49/Uebersicht,,,,,,,,16E2B393D11641AA885388D85222F8DB,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html filmportal.de] mit Biografie, Interviews, Nachrufen, Kritiken etc.
- http://people.freenet.de/rosel-zech-fanpage Webseite über die Fassbinder Schauspielerin Rosel Zech
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
Fassbinder, Rainer Werner
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ja:ライナー・ヴェルナー・ファスビンダー
Douglas SirkDouglas Sirk ( - 26. April 1897 in Hamburg; † 14. Januar 1987 in Lugano, Schweiz; bürgerlich Hans Detlef Sierck) war ein erfolgreicher Bühnenregisseur und später Filmregisseur der UFA. In den späten 1930er Jahren ging er aus Opposition gegen das Naziregime nach Hollywood ins Exil und änderte seinen Namen in Douglas Sirk.
Sein erster Film in Hollywood war der Anti-Nazi-Film Hitler's Madman (1943).
Filmographie
- 1935 - April, April - mit Lina Carstens und Werner Finck
- 1935 - Stützen der Gesellschaft - mit Heinrich George
- 1936 - Schlußakkord - mit Willy Birgel und Lil Dagover
- 1936 - Das Hofkonzert - mit Mártha Eggerth und Johannes Heesters
- 1937 - Zu neuen Ufern - mit Zarah Leander und Willy Birgel
- 1937 - La Habanera - mit Zarah Leander
- 1943 - Hitler's Madman - mit John Carradine
- 1944 - Summerstorm - mit George Sanders
- 1946 - A Scandal in Paris - mit George Sanders
- 1947 - Lured - mit George Sanders, Lucille Ball und Boris Karloff
- 1948 - Sleep, My Love - mit Claudette Colbert und Robert Cummings
- 1951 - The First Legion - mit Charles Boyer
- 1951 - Thunder on the Hill - mit Claudette Colbert
- 1951 - Week-End with Father - mit Van Heflin
- 1952 - No Room for the Groom - mit Tony Curtis und Piper Laurie
- 1952 - Has Anybody Seen My Girl? - mit Piper Laurie und Rock Hudson
- 1953 - Take Me to Town - mit Ann Sheridan und Sterling Hayden
- 1953 - All I Desire - mit Barbara Stanwyck
- 1954 - Taza, Son of Cochise - mit Rock Hudson
- 1954 - Magnificent Obsession - mit Jane Wyman und Rock Hudson
- 1954 - Sign of the Pagan - mit Jeff Chandler und Jack Palance
- 1955 - Captain Lightfood - mit Rock Hudson
- 1955 - All That Heaven Allows - mit Jane Wyman und Rock Hudson
- 1956 - There's Always Tomorrow - mit Barbara Stanwyck, Fred MacMurray und Joan Bennett
- 1956 - Written on the Wind - mit Rock Hudson und Lauren Bacall
- 1957 - Battle Hymn - mit Rock Hudson
- 1957 - Interlude - mit June Allyson und Marianne Koch
- 1958 - The Tarnished Angels - mit Rock Hudson
- 1958 - A Time to Love and a Time to Die - mit John Gavin, Liselotte Pulver, Erich Maria Remarque und Dieter Borsche
- 1959 - Imitation of Life - mit Lana Turner und John Gavin
Weblinks
-
-
Sirk, Douglas
Sirk, Douglas
Sirk, Douglas
Sirk, Douglas
Cannes Film Festival
(links) in Cannes 2002]]
Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes gelten als das weltweit bedeutendste und berühmteste Filmfestival und gehören zusammen mit den Filmfestspielen von Venedig, der Berlinale und dem Internationalen Filmfestival von Locarno zu den A-Festivals. Sie finden seit 1946 jährlich im Mai in Cannes an der französischen Côte d'Azur statt.
Wettbewerbe und Preise
Die Filmpreise des Internationalen Filmfestspiele werden von einer von Jahr zu Jahr neu zusammengesetzten internationalen Jury vergeben, die hauptsächlich aus Filmschaffenden besteht. Der wichtigste Preis ist die Goldene Palme (Palme d'Or), mit der der beste Film des Wettbewerbs ausgezeichnet wird.
Weitere von der Jury für den Gesamtfilm vergebene Preise sind (in absteigender Ordnung) der Große Preis der Jury (Grand prix du jury), der Preis der Jury (Prix du Jury) sowie der (nicht zwingend jedes Jahr vergebene) Spezialpreis der Jury. Daneben gibt es Preise in den Einzelkategorien weiblicher Darsteller, männlicher Darsteller, Regie und Drehbuch.
Auch andere Organisationen zeichnen Wettbewerbsfilme aus, am wichtigsten sind der FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik (Prix de la FIPRESCI) sowie der Preis der Ökumenischen Jury (Prix du Jury oecuménique).
Neben dem Hauptwettbewerb gibt es von Festivalseite noch den Kurzfilmwettbewerb mit der Goldenen Palme für Kurzfilme (Palme d'Or du court métrage), den Wettbewerb Cinéfondation, in dem Arbeiten von Filmstudenten prämiert werden, sowie Un Certain Regard, eine Reihe, in der seit 1998 der Prix Un Certain Regard vergeben wird.
Schließlich führen im Rahmen der internationalen Filmfestspiele sowohl die Vereinigung der Regisseure Société des Réalisateurs de Films mit ihrer La Quinzaine des Réalisateurs als auch die Kritikerorganisation Syndicat français de la critique de cinéma mit ihrer La Semaine Internationale de la Critique eine eigene unabhängige Parallelveranstaltung durch, bei denen auch jeweils eine Reihe von Preisen vergeben werden. Die seit 1978 vergebene Goldene Kamera (Caméra d'Or) für ein Erstlingswerk dient dabei als Klammer, da der Preisträger von einer Jury aus Repräsentanten der drei Veranstaltungsträger aus den Wettbewerbsprogrammen aller drei Parallelveranstaltungen ausgewählt wird.
Goldene Palme
Die Goldene Palme wird seit 1955 vergeben, bis dahin hieß die wichtigste Auszeichnung Großer Preis der Internationalen Filmfestspiele (Grand Prix du Festival International du Film). Die Goldene Palme kann auch, zuletzt 1997 geschehen, ex aequo, also zu gleichen Teilen an zwei Filme vergeben werden.
Bisher konnten zwei deutsche Regisseure die Goldene Palme in Empfang nehmen: Volker Schlöndorff 1979 für Die Blechtrommel und Wim Wenders 1984 für Paris, Texas.
Goldener Löwe
1954 gegründet, findet das International Advertising Festival einmal jährlich in Cannes statt. Rund 18.000 Einreichungen aus aller Welt machen diesen Wettbewerb zu einem der global wichtigsten und prestigeträchtigsten Kreativfestivals, bei dem die heiß begehrten „Löwen“ verliehen werden, deren Stellenwert dem des Oscars in der Filmbranche entsprechen. Eine renommierte Jury aus einer großen Anzahl internationaler Fachleute beurteilt jährlich über 5.000 Werbefilme, rund 10.000 Anzeigen und Plakate, 1.500 Online-Arbeiten, mehr als 800 Media-Lösungen und über 1.200 Direktmarketingeinreichungen. In Cannes zu gewinnen, bedeutet – egal ob für Kunde oder Agentur – eine ganz besondere Auszeichnung.
Galt Deutschland in der Werbung bislang als uninspiriert und fad, ist es den deutschen Agenturen in den letzten Jahren immer öfter gelungen auf diesem internationalen Festival die begehrten Löwen in Gold, Silber und Bronze zu ergattern.
2004 schob die deutsche Ogilvy-Gruppe die Messlatte weiter nach oben. Mit drei Silbermedaillen, vier Bronzemedaillen und 11 Shortlistplatzierungen wurde das Network zur erfolgreichsten Agentur unter den deutschen Cannes-Gewinnern. Die erfolgreichste Arbeit der Agentur war hierbei die Kampagne für den Kunden Globetrotter von der Art Direktorin Julia Schäfer und dem Creative Direktor Wolle Camphausen.
Auch 2005 konnte sich die Agentur aus Frankfurt international mit vier mal Bronze und 7 mal Shortlist an der Spitze der deutschen Werbeagenturen behaupten. Herausragendste Arbeit diesmal, die Intertool Kampagne von Philipp Böttcher (Text und Art Direktion), Marco Weber (Art Direktion), Dr. Stephan Vogel und Christian Mommertz (beide Creative Direktor).
Weblinks
- [http://www.festival-cannes.fr Internationale Filmfestspiele von Cannes] (französisch/englisch)
- [http://www.quinzaine-realisateurs.com/ La Quinzaine des Réalisateurs] (französisch/englisch)
- [http://www.semainedelacritique.com/sites/index_sic.php3 La Semaine Internationale de la Critique] (französisch/englisch)
- [http://www.film-zeit.de/home.php?action=archiv&static=preise_festivals Presseschau, Filme und Preise bei film-zeit.de]
- [http://www.angelaufen.de/filmfestivals/cannes_2005 angelaufen.de] Presseschau 2005
- [http://www.chilli.cc/index.php?id=52-1-228&from= CHiLLi.cc - Geschichte und Gegenwart (2005)]
Cannes
Goldene Palme
ja:カンヌ国際映画祭
ko:칸 영화제
simple:Cannes Film Festival
Deutscher FilmpreisDer Deutsche Filmpreis gilt als die renommierteste Auszeichnung für den deutschen Film. Er löst den bis 1999 existierenden Bundesfilmpreis ab.
Der Deutsche Filmpreis ist das Kernstück der Filmförderung der Bundesregierung und wird seit der Umbennenung 1999 von dem/der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vergeben. Mit insgesamt fast drei Millionen Euro Preisgeld ist er der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.
Die Preisträger wurden bis 2004 von einer Kommission, seit 2005 von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gewählt.
Als Trophäe wird seit 1999 eine Statuette in Form einer Frauenfigur vergeben. In Anlehnung an Marlene Dietrichs Rolle in Der blaue Engel und den gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder trägt diese den Namen Lola. Parallelen zum Oscar, dem bedeutendsten US-amerikanischen Filmpreis und zum französischen César, sind nicht zufällig.
In Hinblick auf das US-amerikanische Vorbild, das von einer Akademie verliehen wird, hat man 2003 eine Deutsche Filmakademie gegründet. Sie ersetzt die wegen Proporz-Denkens häufig kritisierte Jury, in der auch Politiker und Kirchenvertreter saßen.
Kategorien
Proporz
2005 wird der Deutsche Filmpreis in folgenden Kategorien verliehen:
- Bester Spielfilm
- Bester Dokumentarfilm
- Bester Kinder- und Jugendfilm
- Beste Regie
- Bestes Drehbuch
- Beste weibliche Hauptrolle
- Beste männliche Hauptrolle
- Beste weibliche Nebenrolle
- Beste männliche Nebenrolle
- Beste Kamera
- Bester Schnitt
- Beste Kostüme
- Beste Ausstattung
- Bester Ton
- Beste Musik
- Herausragende Verdienste um den deutschen Film
- Publikumspreis: Deutscher Kinofilm des Jahres
Änderungen ab 2005
- Bis 2004 waren die technischen Kategorien Kamera, Schnitt, Szenenbild/Ausstattung und Filmmusik zusammengefasst und wurden als "Hervorragende Einzelleistung" gewürdigt.
- Die "Hervorragende Einzelleistung" im Bereich Drehbuch konnte bis dahin sowohl an ein unverfilmtes wie ein verfilmtes Skript verliehen werden.
- Es gab einen Ehrenpreis für den besten ausländischen Film
- Ein zweiter Publikumspreis würdigte den/ die beste "Schauspieler(in) des Jahres"
Siehe auch
- Bundesfilmpreis
- Filmfestival
- Bayerischer Filmpreis
- Bremer Filmpreis
Weblinks
- [http://german.imdb.com/Sections/Awards/German_Film_Awards/ Deutscher Filmpreis in der Internet Movie Database]
- [http://www.deutscherfilmpreis.de/ offizielle Homepage]
- [http://www.filmfoerderung-bkm.de/ Filmförderung der Bundesregierung]
- [http://www.film-zeit.de/home.php?action=archiv&static=preise_festivals Nominierungen und Preise 2005 auf film-zeit.de]
Kategorie:Filmpreis
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Deutscher Filmpreis
Brigitte MiraBrigitte Mira ( - 20. April 1910 in Hamburg; † 8. März 2005 in Berlin) war Volksschauspielerin, Kabarettistin und Chanson-Sängerin und bekannt als Berliner Original aus Fernsehserien wie Drei Damen vom Grill.
Leben
Berufsleben
Mira selbst bezeichnete sich einmal als Operettensoubrette. Ihre offene, unverblümte Art brachte sie in den 1950er Jahren auch auf die Kabarettbühnen. Sie gilt als "Vertreterin Berlins", ihrer Wahlheimat, obwohl sie ursprünglich aus Hamburg stammt.
Aufgewachsen in Düsseldorf, begann sie mit acht Jahren bereits Gesangs- und Ballettausbildung zu nehmen. Sie war die Tochter des aus Russland eingewanderten Pianisten Siegfried Mira. Ihr Debüt als Schauspielerin war im Alter von 16 in einer Aufführung von Franz Léhars Operette "Giuditta". Sie trat in zahlreichen deutschsprachigen Theatern auf, so beispielsweise 1930 als Soubrette in Bremerhaven, 1934 in der Städtischen Bühne in Graz, von 1935-1939 im Stadttheater Kiel.
Ihre ersten Erfahrungen beim Film sammelte Brigitte Mira in einer als Propagandaserie gedachten Filmreihe mit dem Titel „Liese und Miese“, die als Vorprogramm zu den Wochenschauen lief. Dabei war die „Liese“ die „Gute“, die im Sinne der Nazi-Propaganda alles richtig machte. Dagegen machte die „Miese“ alles falsch, hörte Feindsender und hortete Lebensmittel. Die Darstellungskunst von Brigitte Mira sorgte jedoch dafür, daß „Miese“ beim Publikum mehr Anklang fand als „Liese“, sodass das Propagandaministerium die Serie als kontraproduktiv bald wieder absetzte.
Ihr Spielfilmdebüt hatte sie mit "Berliner Ballade" (1948). Bekannt wurde sie aber erst durch ihre Rolle in Rainer Werner Fassbinders Film "Angst essen Seele auf" (1974), für die ihr der Deutsche Filmpreis als beste Hauptdarstellerin verliehen wurde.
Ab 1977 gewann sie erneut gesteigerte Popularität durch die Fernsehserie Drei Damen vom Grill.
Im Jahr 2000 begann sie eine Chanson-Tournee mit Evelyn Künneke und Helen Vita unter dem selbstironischen Titel Die drei alten Schachteln. Die Tournee endete abrupt im Februar 2001, als Helen Vita starb, kurz darauf starb auch Evelyn Künneke. Mira, über zehn Jahre älter als beide, verblieb und stellte ein Soloprogramm zusammen.
Privatleben
Brigitte Mira war fünf Mal verheiratet: in erster Ehe mit dem Schauspieler Peter Schütte und in zweiter Ehe mit dem Kapellmeister Paul Cornelius. Ihre beiden Söhne Thomas und Robert stammen aus der dritten Ehe mit dem Reporter Reinhold Tabatt. Nachdem auch die vierte Ehe mit einem Ingenieur ebenfalls geschieden wurde, heiratete Mira ihren langjährigen Freund, den Regisseur Frank Guerente, mit dem sie bis zu seinem Tod im Jahr 1983 verheiratet war.
Sie hatte Herzprobleme und trug seit August 2003 einen Herzschrittmacher. Ende 2004 erlitt Brigitte Mira einen Schwächeanfall, von dem sie sich nicht wieder erholte. Sie starb am 8. März 2005 im Alter von 94 Jahren im Emil-von-Behring-Krankenhaus in Berlin-Zehlendorf.
Filme und TV-Serien
Literatur
- Mira, Brigitte / Lubowski, Bernd (Bearb.): Kleine Frau - was nun? : Erinnerungen an ein buntes Leben. - München : Herbig, 1988
- Pillau, Horst (Hrsg.): Brigitte Mira im Gespräch mit Horst Pillau über ihr Leben. - München : Herbig, 2002. - 1 CD (70 Min.) - ISBN 3-7844-4010-X
Auszeichnungen
- 1974 Deutscher Filmpreis in Gold
- 1995 Bundesverdienstkreuz erster Klasse
Weblinks
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- [http://www.filmportal.de/df/33/Uebersicht,,,,,,,,D87E60E3C0C3475C83D62B45B5425398,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html Filmografie im Filmportal]
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Mira, Brigitte
Mira, Brigitte
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Mira, Brigitte
Mira, Brigitte
Mira, Brigitte
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Kategorie:FilmtitelDiese Kategorie enthält – abgesehen von Leitartikeln zur jeweiligen Kategorie – ausschließlich Artikel zu Filmen. Jeder Film wird hier eingeordnet, und nur zusätzlich nach Möglichkeit auch noch dem jeweiligen Produktionsland zugeordnet, um eine Übersicht nach Ländern zu ermöglichen, und einem (oder mehreren!) Filmgenre(s) zugeteilt!
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# Da Filme üblicherweise ohne den zugehörigen Artikel sortiert werden, nutzt bitte die folgende Syntax zum Einsortieren von Filmtiteln: Blutige Pfad Gottes, Der oder Big Lebowski, The. Dabei ist jedoch zu beachten, dass (wie weiter oben) Blutige hier ausnahmsweise mal mit einem Großbuchstaben geschrieben werden muss, weil der Titel ansonsten statt unter B ganz am Ende der alphabetischen Liste (noch hinter dem Z) unter einem „b“ landen würde. Gleiches gilt auch für Umlaute. Statt Über kurz oder lang muss der Titel also als Ueber kurz oder lang katalogisiert werden, damit das System nicht hinter dem Z noch ein „Ü“ oder „ü“ ans Alphabet anhängt. Dies hat aber keinerlei Auswirkungen auf den Namen des Artikels selbst, nur auf die Liste der Filmtitel.
Siehe auch: Portal:Film
Kategorie:Film
Kategorie:Werk
Kategorie:Deutscher FilmSiehe auch :Kategorie:Film (DDR)
Kategorie:Filme nach Ländern
Film
ja:Category:ドイツの映画作品
Paul Marie Eugène VieillePaul Marie Eugène Vieille (2 September 1854 – 14 January 1934) was a French chemist and the inventor of smokeless gunpowder in 1886.
Vieille, Paul Marie Eugène
Vieille, Paul Marie Eugène
Vieille, Paul Marie Eugène
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